In einer Verpackungslinie hängt die Qualität des Endprodukts nicht nur von der Dosiergenauigkeit, der gleichmäßigen Verschraubung oder der präzisen Etikettierung ab. Sie kann bereits früher beginnen – bei der Vorbereitung des Behälters. Ob Flaschen, Flakons oder Tiegel: Behälter können während ihrer Herstellung, Lagerung oder ihres Transports Staub, Mikropartikel oder Rückstände ansammeln.

Die Integration einer Flaschenblasmaschine ermöglicht es, den vorgelagerten Prozessschritt vor dem Abfüllen abzusichern und die Hygiene der Verpackungen zu verbessern. In bestimmten Branchen, beispielsweise der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie, kann dieser Prozess sogar zu einem echten Leistungsfaktor werden.

Doch wie lässt sich eine Flaschenblasmaschine in eine bestehende Linie oder in ein neues Verpackungsprojekt integrieren? Wo sollte sie positioniert werden? Mit welchen Maschinen lässt sie sich kombinieren?

 

Warum eine Flaschenblasmaschine in eine Verpackungslinie integrieren?

Eine Flaschenblasmaschine dient dazu, das Innere von Behältern zu reinigen. Das Prinzip ist einfach: Der Behälter wird aufgenommen, gedreht und anschließend vor einer Düse positioniert, durch die ein Druckluftstrom Staub und Partikel aus dem Inneren entfernt. Dieser Vorgang findet vor dem Abfüllen statt und verlangsamt die Linie nicht, wenn die Integration entsprechend geplant wurde. Der Nutzen einer solchen Maschine ist vielfältig:

  • Die Qualität des Endprodukts erhalten;
  • Die Hygiene der Verpackungslinie verbessern;
  • Das Risiko von Rücksendungen, Nichtkonformitäten oder Kundenreklamationen reduzieren;
  • Die Zuverlässigkeit der Verpackungslinie erhöhen, indem ein vorgelagerter Reinigungs- und Kontrollschritt integriert wird.

Bei CDA fügt sich dieser Ansatz in eine ganzheitliche Sicht auf den Verpackungsprozess ein: Jede Maschine soll zur Gesamtleistung beitragen – von der Zuführung des Behälters bis zum Verlassen der Linie. Die Flaschenblasmaschine Win-Dy wurde speziell dafür entwickelt, vor anderen CDA-Anlagen integriert zu werden, insbesondere vor Abfüllmaschinen, Verschraubern, Verschließmaschinen, Etikettiermaschinen und Monoblockanlagen. Die Win-Dy dreht die Behälter automatisch und sorgt vor dem Abfüllen für eine Innenreinigung durch Druckluft.

 

An welcher Stelle sollte die Flaschenblasmaschine in der Linie positioniert werden?

In den meisten Fällen wird die Flaschenblasmaschine zwischen der Behälterzuführung und der Abfüllmaschine positioniert. Das typische Schema sieht wie folgt aus:

  1. Zuführtisch oder Linieneingangssystem
    Die Flaschen, Flakons oder Tiegel werden regelmäßig auf das Förderband aufgegeben.
  2. Flaschenblasmaschine
    Die Maschine übernimmt die Verpackungen, dreht sie bei Bedarf und entfernt die im Inneren vorhandenen Partikel.
  3. Automatische oder halbautomatische Abfüllmaschine
    Sobald die Behälter gereinigt sind, werden sie zur Dosier- bzw. Abfüllmaschine weitergeleitet, die an die Viskosität des Produkts angepasst ist.
  4. Verschrauber oder Verschließmaschine
    Schraubverschlüsse, Kapseln, Pumpen oder Pipetten werden entsprechend der gewählten Technologie aufgesetzt und verschlossen.
  5. Etikettiermaschine
    Das verschlossene Produkt wird anschließend entsprechend den Anforderungen mit einem oder mehreren Etiketten versehen.

Diese Positionierung ermöglicht es, die Zeit zwischen der Reinigung und dem Einfüllen des Produkts in den Behälter zu minimieren. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Verpackungen in der Produktionshalle gelagert, an mehreren Arbeitsstationen gehandhabt oder einer staubigen Umgebung ausgesetzt werden.

 

Welche Kriterien sollten vor der Integration einer Flaschenblasmaschine analysiert werden?

Die Integration einer Flaschenblasmaschine besteht nicht einfach darin, „eine weitere Maschine“ auf ein Förderband zu setzen. Damit sie einen echten Mehrwert für die Verpackungslinie bietet, müssen mehrere Parameter berücksichtigt werden.

 

Die Art des zu behandelnden Behälters

Das erste Kriterium ist natürlich der Behälter selbst:

  • Steifigkeit (Glas oder Kunststoff),
  • Durchmesser der Öffnung,
  • Höhe, Gewicht und Stabilität,
  • Spezifische Geometrie.

Diese Eigenschaften beeinflussen das Aufnahme-, Dreh- und Blassystem. Eine Linie, die kleine 10-ml-Flakons verarbeitet, stellt andere Anforderungen als eine Linie für größere Tiegel oder höhere Flaschen.

Die Win-Dy von CDA wurde für die Verarbeitung verschiedener Behälterformate und Materialien entwickelt und ist damit eine interessante Lösung für Linien mit mehreren Formaten.

 

Die Produktionsleistung

Eine Flaschenblasmaschine muss auf die Gesamtleistung der Linie abgestimmt sein. Es wäre kontraproduktiv, eine Blasanlage zu installieren, wenn diese zum Engpass der gesamten Linie wird. Deshalb muss die Linienleistung betrachtet werden:

  • Wie viele Behälter pro Stunde müssen verarbeitet werden?
  • Ist die Leistung konstant oder variiert sie je nach Format?
  • Muss jeweils ein Behälter einzeln oder müssen mehrere Behälter gleichzeitig ausgeblasen werden?
  • Muss die Linie Produktionsspitzen auffangen können?

Die Win-Dy kann bis zu 1.200 Behälter pro Stunde verarbeiten (bei bestimmten Tiegelformaten und bei leichteren Behältern auch mehr), wodurch sie sich in zahlreiche Konfigurationen integrieren lässt.

 

Die Art des abzufüllenden Produkts

Je empfindlicher das Produkt ist, desto wichtiger ist die Sauberkeit des Behälters. Dies gilt insbesondere für die Lebensmittelindustrie. Die Integration einer Flaschenblasmaschine vor der Abfüllmaschine ist daher nicht nur eine Frage des Bedienkomforts, sondern auch ein Instrument zur Prozesssicherheit.

 

Die Konfiguration der bestehenden Linie

Bei einer bereits installierten Linie müssen folgende Punkte überprüft werden:

  • der verfügbare Platz;
  • die Arbeitshöhe;
  • die Transportrichtung der Behälter;
  • die mechanischen und elektrischen Schnittstellen;
  • die Zugänglichkeit für Reinigung und Wartung;
  • die Synchronisierung mit den anderen Maschinen.

Eine erfolgreiche Integration basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz: Die Flaschenblasmaschine muss mit dem Förderkonzept, den Geschwindigkeiten der Abfüll-, Verschraubungs- und Etikettiermaschine sowie mit den Transferzeiten zwischen den einzelnen Stationen kompatibel sein.

 

Die Abfüllmaschine: das Herzstück der Dosierung

Nach dem Ausblasen wird der saubere Behälter zur Abfüllmaschine weitergeleitet. Diese muss entsprechend folgender Kriterien ausgewählt werden:

  • Viskosität des Produkts;
  • gewünschte Dosiergenauigkeit;
  • abzufüllendes Volumen;
  • angestrebte Leistung;
  • gewünschter Automatisierungsgrad.

In einer gut konzipierten Linie versorgt die Flaschenblasmaschine die Abfüllmaschine regelmäßig und ohne Ruckeln oder übermäßige Ansammlungen mit Behältern. Förderband, Stopper, Sensoren, Übergaben usw. müssen daher aufeinander abgestimmt geplant werden.

Bei CDA decken die Abfülllösungen unterschiedliche Anforderungen ab – sowohl im automatischen als auch im halbautomatischen Betrieb – für flüssige, dünnflüssige, viskose oder komplexer zu dosierende Produkte. Beispielsweise kann die K-Line S im Anschluss an die Win-Dy integriert werden.

 

Der Verschrauber / die Verschließmaschine: für einen sicheren Verschluss des Behälters

Sobald das Produkt dosiert wurde, muss der Behälter unter geeigneten Bedingungen hinsichtlich Leistung und Wiederholgenauigkeit verschlossen werden. Je nach Anwendung kann es sich beispielsweise um folgende Verschlüsse handeln:

  • einen Schraubverschluss,
  • eine Kapsel,
  • eine Pumpe,
  • einen Pipettenverschluss,
  • ein Sicherheitssystem.

Auch hier ist die Abstimmung zwischen den einzelnen Stationen entscheidend. So kann beispielsweise im Anschluss an eine Win-Dy und eine K-Line S eine VS 2000 eingesetzt werden.

 

Die Etikettiermaschine: der letzte Schritt zur Aufwertung des Produkts

Nach der Reinigung, dem Abfüllen und dem Verschließen bildet die Etikettierung den abschließenden Schritt des Verpackungsprozesses. Dabei geht es nicht nur um die Optik: Das Etikett enthält auch wichtige Informationen zur Rückverfolgbarkeit, Anwendung, Konformität oder Markenidentität.

Eine richtig dimensionierte Linie muss verhindern, dass die Etikettiermaschine durch die vorgelagerten Stationen überlastet wird. CDA bietet verschiedene Etikettiermaschinen, die sich in komplette Linien integrieren lassen und für zylindrische, flache und konische Formate ausgelegt werden können, wie beispielsweise die Ninon Mix.

 

Die konkreten Vorteile einer Flaschenblasmaschine

Wenn sie richtig integriert ist, beschränkt sich eine Flaschenblasmaschine nicht darauf, „Luft in eine Verpackung zu blasen“. Sie trägt zur Gesamtleistung der Verpackungslinie bei.

  1. Eine bessere Qualitätskontrolle

Der erste Vorteil liegt auf der Hand: Der Behälter gelangt sauber zur Abfüllmaschine. Dadurch lässt sich das Risiko reduzieren, dass Fremdkörper in das Produkt gelangen, und eine gleichbleibende Qualität gewährleisten.

  1. Eine hygienischere und konsistentere Linie

In Branchen, in denen Hygiene ein wichtiger kommerzieller oder regulatorischer Faktor ist, stellt das Ausblasen der Behälter einen logischen Schritt im Prozess dar.

  1. Eine Reduzierung von Störungen

Eine Verunreinigung, die erst nach dem Abfüllen oder nach der Etikettierung festgestellt wird, ist immer kostenintensiver zu beheben. Durch die Positionierung der Flaschenblasmaschine im vorgelagerten Bereich wird zum richtigen Zeitpunkt gehandelt: bevor durch das Produkt, den Verschluss und die Etikettierung zusätzliche Wertschöpfung entsteht.

  1. Eine Integration in eine komplette Linie

Die Win-Dy wurde als ergänzende Lösung zu den CDA-Verpackungsmaschinen entwickelt. Sie kann somit in ein ganzheitliches Konzept für eine komplette Linie mit Abfüllung, Verschraubung und Etikettierung integriert werden.

 

Eine Flaschenblasmaschine: eine Investition in die Leistungsfähigkeit

Lange Zeit wurde die Flaschenblasmaschine als ergänzende Anlage betrachtet. Dennoch nimmt sie bei Verpackungsprojekten einen wichtigen Platz ein. Der Grund ist einfach:

Die Integration einer Flaschenblasmaschine vor der Abfüllung ermöglicht es, die Vorbereitung des Behälters zuverlässiger zu gestalten und die Abstimmung der gesamten Linie zu verbessern. Sie lässt sich auf natürliche Weise mit einer Abfüllmaschine, einem Verschrauber und einer Etikettiermaschine kombinieren.

Bei CDA fügt sich diese durchgängige Logik zwischen den Stationen für das Ausblasen, Abfüllen, Verschrauben und Etikettieren in einen ganzheitlichen Ansatz für Verpackungslösungen ein. Die Win-Dy ergänzt damit ein Maschinenportfolio, das für unterschiedlichste Anforderungen entwickelt wurde.

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FAQ : Wie lässt sich eine Flaschenblasmaschine in eine Verpackungslinie integrieren?

Wozu dient eine Flaschenblasmaschine in einer Verpackungslinie?

Eine Flaschenblasmaschine dient dazu, das Innere von Flaschen, Flakons oder Tiegeln vor dem Abfüllen zu reinigen. Sie entfernt Staub, Mikropartikel oder Rückstände, die sich während der Lagerung, des Transports oder der Handhabung der Verpackungen ansammeln können.

Wo wird eine Flaschenblasmaschine in einer Linie positioniert?

Die Flaschenblasmaschine wird zwischen der Behälterzuführung und der Abfüllung positioniert. Dadurch kann der Behälter unmittelbar vor der Dosierung gereinigt werden.

Warum sollte eine Flaschenblasmaschine mit einer Abfüllmaschine, einem Verschrauber und einer Etikettiermaschine kombiniert werden?

Weil eine leistungsfähige Verpackungslinie auf einem durchgängigen Prozess zwischen den einzelnen Stationen basiert. Die Flaschenblasmaschine bereitet den Behälter vor, die Abfüllmaschine dosiert das Produkt, der Verschrauber sorgt für den Verschluss und die Etikettiermaschine finalisiert die Präsentation und Kennzeichnung des Produkts.

Welche Branchen profitieren von der Integration einer Flaschenblasmaschine?

Branchen wie die Lebensmittelindustrie, die pharmazeutische bzw. parapharmazeutische Industrie oder Hersteller hochwertiger Produkte profitieren von der Integration einer Flaschenblasmaschine, wenn die Sauberkeit des Behälters für Qualität, Sicherheit oder Markenimage eine wichtige Rolle spielt.

Wie wählt man eine Flaschenblasmaschine aus?

Die Auswahl hängt von der Art des Behälters, der gewünschten Leistung, dem gewünschten Automatisierungsgrad, dem verfügbaren Platz auf der Linie und der Kompatibilität mit den anderen Verpackungsmaschinen ab.