In der Verpackungsindustrie besteht eine leistungsfähige Maschine aus weit mehr als einer Abfolge automatisierter Arbeitsschritte. Sie muss einen konkreten Bedarf erfüllen, sich nahtlos in eine bestehende Produktionsumgebung integrieren, den Anforderungen teilweise komplexer Produkte gerecht werden und das Wachstum eines Unternehmens begleiten. Hinter der Umsetzung einer Kundenanforderung in eine industrielle Lösung steht ein engagiertes Team: die Konstruktionsabteilung.

Als französischer Hersteller von Verpackungslösungen seit 1991 stellt CDA seine Konstruktionsabteilung in den Mittelpunkt jedes Projekts. Ob Füllmaschine, Verschließmaschine, Etikettiermaschine, Monoblock oder komplette Verpackungslinie – das Ziel bleibt stets dasselbe: einen konkreten Bedarf aus der Praxis in eine zuverlässige mechanische Lösung umzusetzen, die perfekt auf das jeweilige Produkt abgestimmt ist.

Doch wie läuft dieser Prozess konkret ab? Welche Schritte führen von einer Kundenanfrage zur fertigen Maschine? Und wie trägt die Konstruktionsabteilung dazu bei, ein Verpackungsprojekt erfolgreich umzusetzen? Nachfolgend erfahren Sie Schritt für Schritt, wie die Konstruktionsabteilung von CDA aus einer Kundenanforderung eine mechanische Lösung entwickelt.

Den tatsächlichen Bedarf verstehen – die erste Aufgabe der Konstruktionsabteilung

Bevor es um Mechanik, Fördertechnik, Produktionsleistung oder Automatisierung geht, muss zunächst der spätere Einsatz der Maschine verstanden werden. Der Ausgangspunkt eines Verpackungsprojekts ist nicht die Maschine selbst, sondern der tatsächliche Bedarf des Kunden.

Dieser Bedarf kann unterschiedliche Formen annehmen:

  • Eine bislang manuelle Produktion automatisieren;
  • Eine Produktionsleistung erhöhen, die nicht mehr ausreicht;
  • Die Dosiergenauigkeit verbessern;
  • Einen gleichmäßigen Verschließprozess sicherstellen;
  • Eine präzise Etikettierung gewährleisten;
  • Mehrere Arbeitsschritte in einem kompakten Monoblock zusammenführen;
  • Eine neue Maschine in eine bestehende Produktionslinie integrieren;
  • Künftige Formatwechsel oder steigende Produktionsmengen berücksichtigen.

Die Aufgabe der Konstruktionsabteilung geht weit über die ursprüngliche Anfrage hinaus. Ein Kunde sagt beispielsweise: „Ich benötige eine Füllmaschine.“ Tatsächlich stellen sich jedoch wesentlich umfassendere Fragen:

  • Welches Produkt soll abgefüllt bzw. verpackt werden?
  • Welche Viskosität weist es auf?
  • Soll volumetrisch, gravimetrisch, durch Schwerkraft oder per Peristaltikpumpe dosiert werden?
  • Welche Art von Behälter wird verwendet – Flasche, Fläschchen, Dose oder Kanister?
  • Welche Durchmesser, Höhen, Materialien und Formen sind zu berücksichtigen?
  • Muss der Behälter verschraubt, verschlossen, vercrimpt oder lediglich verschlossen werden?
  • Erfolgt die Etikettierung auf einer oder auf mehreren Seiten?
  • Welche Produktionsleistung wird heute – und künftig – erwartet?
  • Benötigt der Kunde eine Einzelmaschine oder eine komplette Verpackungslinie?

Diese Analysephase verhindert einen der häufigsten Fehler: die Auswahl einer Standardmaschine „aus dem Katalog“, obwohl der tatsächliche Bedarf eine massgeschneiderte Lösung erfordert. Die Konstruktionsabteilung fungiert daher als Bindeglied zwischen den industriellen Anforderungen des Kunden und der späteren mechanischen Konstruktion.

Analyse von Produkt, Behälter und Verpackungsprozess

Eine leistungsfähige Verpackungslösung basiert auf drei wesentlichen Säulen:

  • dem zu verpackenden Produkt;
  • dem Behälter und seinem Verschlusssystem;
  • dem Produktionsprozess des Kunden.

Das Produkt – die Grundlage jeder Konstruktion

Bei jedem Abfüllprojekt beeinflussen die Eigenschaften des Produkts unmittelbar die Wahl der geeigneten Technologie. Dünnflüssige Produkte, Sirupe, Öle, Cremes, Gele, schäumende oder empfindliche Produkte erfordern jeweils unterschiedliche Abfüllverfahren.

Deshalb analysiert die Konstruktionsabteilung unter anderem folgende Parameter:

  • Viskosität;
  • Dichte;
  • Abfülltemperatur;
  • mögliche Partikel im Produkt;
  • Empfindlichkeit gegenüber Luft oder Schaumbildung;
  • Hygiene- und Reinigungsanforderungen;
  • Materialverträglichkeit mit den Dosiersystemen.

Auf Grundlage dieser Analyse wird die passende Füllmaschine ausgelegt – unter Berücksichtigung der Anzahl der Fülldüsen, der Pumpentechnologie, der erforderlichen Dosiergenauigkeit, der Produktionsleistung, der einfachen Rezepturwechsel sowie der Reinigungsmöglichkeiten.

Der Behälter – ein entscheidender Faktor für Füllen, Verschließen und Etikettieren

Ein und dasselbe Produkt kann in 10-ml-Fläschchen, 250-ml-Flaschen, 5-Liter-Kanistern oder Behältern mit besonderen Formen abgefüllt werden.

Der Behälter beeinflusst unter anderem:

  • das Fördersystem;
  • die Führungselemente;
  • die Haltevorrichtungen;
  • die Zentrierung;
  • die Positionierung unter den Fülldüsen;
  • das Verfahren zur Etikettenapplikation.

Deshalb betrachtet die Konstruktionsabteilung niemals nur die Maschine selbst, sondern stets das Gesamtsystem aus Produkt + Behälter + Verschluss + Etikett + Produktionsleistung, um eine in sich stimmige Lösung zu entwickeln.

Der gesamte Produktionsprozess – die Maschine muss sich in die Realität der Produktion einfügen

Bei der Entwicklung einer Verpackungsmaschine geht es nicht nur darum, eine einzelne Station funktionsfähig zu machen. Ebenso wichtig ist es, Folgendes zu berücksichtigen:

  • das Layout der Produktionsstätte;
  • den verfügbaren Platz;
  • den Materialfluss;
  • die Schnittstellen zu bereits vorhandenen Anlagen;
  • die Anforderungen der Bediener;
  • die Anforderungen an Zuführung, Austrag, Kontrolle oder Kennzeichnung;
  • die mittel- und langfristigen Entwicklungsziele der Produktion.

Gerade hier zeigt sich der Mehrwert der Konstruktionsabteilung. Sie entwickelt keine theoretisch ideale Maschine, sondern eine Lösung, die sich optimal in eine bestehende Produktionsumgebung integrieren lässt.

Ab diesem Zeitpunkt nimmt das Projekt konkrete Formen an und wird zu einer klar definierten Gesamtheit technischer Funktionen, die umgesetzt werden müssen.

 

Die passende Lösung auswählen: Einzelmaschine, Monoblock oder komplette Verpackungslinie

In dieser Phase arbeitet die Konstruktionsabteilung eng mit dem Vertrieb zusammen. Gemeinsam beantworten sie eine zentrale Frage: Welche Verpackungslösung erfüllt die Anforderungen des Kunden am besten? Je nach Projekt kommen unterschiedliche Konzepte infrage.

Die Einzelmaschine: eine gezielte Lösung für einen spezifischen Bedarf

Bei manchen Projekten besteht der Bedarf lediglich in der Automatisierung eines einzelnen Prozessschrittes:

  • Eine Füllmaschine, um die Dosiergenauigkeit zu verbessern:
  • Eine Verschließmaschine, um den Verschließprozess zu automatisieren:
  • Eine Etikettiermaschine, um die Etikettierqualität und die Produktionsleistung zu steigern:

Dieser Ansatz eignet sich besonders für Unternehmen, die ihre Produktion schrittweise automatisieren möchten oder bereits über einen Teil der erforderlichen Anlagen verfügen.

Der Monoblock: mehrere Funktionen in einer kompakten Maschine vereinen

Wenn mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsschritte erforderlich sind – beispielsweise Füllen, Verschließen und Etikettieren –, kann die Konstruktionsabteilung einen Monoblock empfehlen.

Bei CDA vereinen Monoblockmaschinen die wichtigsten Verpackungsprozesse in einer einzigen Anlage. Das sorgt für eine kompakte Bauweise, einen kontinuierlichen Materialfluss und eine optimale Nutzung der verfügbaren Produktionsfläche.

Diese Lösung eignet sich besonders, wenn:

  • nur wenig Platz zur Verfügung steht;
  • der Produktionsfluss vereinfacht werden soll;
  • mehrere Prozesse synchronisiert werden müssen;
  • eine höhere Produktivität angestrebt wird.

Die komplette Verpackungslinie: den gesamten Verpackungsprozess ganzheitlich betrachten

Bei anspruchsvolleren Projekten entwickelt die Konstruktionsabteilung nicht nur eine einzelne Maschine, sondern eine komplette Verpackungslinie.

Dabei geht es nicht mehr nur darum, einen einzelnen Prozessschritt zu automatisieren, sondern den gesamten Verpackungsablauf zu organisieren:

  • Zuführung der Behälter;
  • Füllen;
  • Verschließen bzw. Verschrauben;
  • Etikettieren;
  • Fördern;
  • sowie – falls erforderlich – Prüfen, Kennzeichnen oder Puffern.

Dieser Ansatz eignet sich insbesondere für Unternehmen, die ihre gesamte Produktion harmonisieren, ihre Produktionskapazität deutlich steigern oder eine gleichbleibend hohe Prozesssicherheit erreichen möchten.

Die Lösung entwickeln: Wenn aus einer Idee eine Maschine wird

An diesem Punkt beginnt die eigentliche Kernaufgabe der Konstruktionsabteilung: eine funktionale Anforderung in eine konkrete mechanische Lösung umzusetzen.

Dabei gilt es, zahlreiche technische Herausforderungen zu lösen:

  • Behälter sicher und stabil durch die Maschine zu transportieren;
  • sie an jeder Station präzise zu positionieren;
  • eine zuverlässige Dosierung trotz unterschiedlicher Produkteigenschaften sicherzustellen;
  • ein konstantes Verschließdrehmoment zu gewährleisten;
  • ein oder mehrere Etiketten exakt an der richtigen Position und mit der erforderlichen Geschwindigkeit aufzubringen;
  • schnelle Formatwechsel zu ermöglichen;
  • eine Maschine zu entwickeln, die leicht zugänglich, einfach einzustellen und wartungsfreundlich ist.

Die Technologie an die Anwendung anpassen – nicht umgekehrt

Die Konstruktionsabteilung setzt nicht bei jedem Projekt dieselbe Standardtechnologie ein. Stattdessen wird jede Lösung individuell auf den tatsächlichen Einsatz abgestimmt.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Auswahl des geeigneten Dosiersystems entsprechend der Viskosität des Produkts und der geforderten Dosiergenauigkeit;
  • die Wahl des passenden Verschließkopfes je nach Verschlussart;
  • die Konfiguration der Etikettierung entsprechend Behälterformat und Anzahl der Etiketten;
  • die Auslegung des Fördersystems entsprechend der Produktstabilität;
  • die Konstruktion der Formatteile entsprechend den vorgesehenen Formatwechseln.

Jede technische Entscheidung orientiert sich somit an den realen Produktionsanforderungen und nicht an einer standardisierten Lösung.

Testen und Optimieren: die Lösung vor der Inbetriebnahme absichern

Bei jedem Verpackungsprojekt integriert die Konstruktionsabteilung eine umfassende Phase der Validierung und Optimierung.

Bei CDA umfasst diese unter anderem:

  • Produkttests und Behältertests;
  • die Validierung der Führungssysteme;
  • die Anpassung der Formatteile;
  • die Optimierung der Formatwechsel;
  • die Berücksichtigung von Rückmeldungen aus der Praxis.

Diese Phase ist entscheidend für die Zuverlässigkeit der späteren Maschine. Je enger die Zusammenarbeit zwischen der Konstruktionsabteilung sowie den Teams aus Technik, Vertrieb, Montage, Automatisierung und Kundendienst ist, desto besser wird die endgültige Lösung den tatsächlichen Anforderungen des Kunden gerecht.

 

Von der Kundenanforderung zur Verpackungslösung

Eine Kundenanforderung in eine Verpackungslösung umzusetzen bedeutet weit mehr, als eine Maschine aus einem Katalog auszuwählen. Es handelt sich um einen Prozess aus Analyse, Interpretation, Konstruktion und kontinuierlicher Optimierung.

In der Verpackungsindustrie kann diese Lösung in Form einer Füllmaschine, einer Verschließmaschine, einer Etikettiermaschine, eines Monoblocks oder einer kompletten Verpackungslinie umgesetzt werden. Unabhängig von der gewählten Lösung gilt dabei stets derselbe Grundsatz: zuerst verstehen, dann entwickeln; zuerst anpassen, dann standardisieren – und Maschinen konstruieren, die langfristig Leistung, Zuverlässigkeit und Effizienz gewährleisten.

FAQ – Konstruktionsabteilung & Verpackungslösungen

Welche Aufgaben hat eine Konstruktionsabteilung in der Verpackungsindustrie?

Die Konstruktionsabteilung analysiert die Produktionsanforderungen des Kunden und entwickelt eine Verpackungslösung, die auf das Produkt, den Behälter, die gewünschte Produktionsleistung und die jeweilige Produktionsumgebung abgestimmt ist. Ihre Aufgabe besteht darin, einen betrieblichen Bedarf in eine zuverlässige, leistungsfähige und maßgeschneiderte industrielle Lösung umzusetzen.

Warum ist die Analyse des Produkts vor der Entwicklung einer Verpackungsmaschine so wichtig?

Jedes Produkt weist spezifische Eigenschaften auf – beispielsweise hinsichtlich Viskosität, Dichte, Abfülltemperatur oder Schaumbildung. Diese Merkmale bestimmen die geeignete Abfülltechnologie und haben direkten Einfluss auf die Konstruktion der Maschine.

Kann die Konstruktionsabteilung eine Maschine an eine bestehende Produktionslinie anpassen?

Ja. Zu den wichtigsten Aufgaben der Konstruktionsabteilung gehört es, sicherzustellen, dass sich neue Maschinen problemlos in bestehende Produktionslinien integrieren lassen. Dabei werden der verfügbare Platz, der Materialfluss, bereits vorhandene Anlagen sowie zukünftige Produktionsentwicklungen berücksichtigt.

Worin besteht der Unterschied zwischen einer Einzelmaschine, einem Monoblock und einer kompletten Verpackungslinie?

Eine Einzelmaschine übernimmt einen einzelnen Arbeitsschritt, beispielsweise das Füllen, Verschließen oder Etikettieren.

Ein Monoblock vereint mehrere Verpackungsprozesse – in der Regel Füllen, Verschließen und Etikettieren – in einer einzigen kompakten Maschine.

Eine komplette Verpackungslinie umfasst sämtliche Prozessschritte – von der Behälterzuführung über das Füllen, Verschließen und Etikettieren bis hin zu Fördertechnik, Kennzeichnung, Qualitätskontrolle und weiteren ergänzenden Funktionen.

Wie stellt die Konstruktionsabteilung die Zuverlässigkeit einer Verpackungslösung sicher?

Vor der Auslieferung wird jede Maschine umfangreichen Tests mit Produkten und Behältern unterzogen. Darüber hinaus werden Formatteile angepasst, Führungssysteme validiert und sämtliche Prozesse optimiert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Konstruktion, Montage, Automatisierung, Vertrieb und Kundendienst gewährleistet, dass die fertige Lösung den tatsächlichen Anforderungen des Kunden entspricht und dauerhaft zuverlässig arbeitet.